Rechenschaftsbericht über das Vereinsjahr 2007

Der erste Höhepunkt im Vereinsjahr 2007 war die Jahreshauptversammlung am 22. Februar 2007.
Wie in jedem Jahr wurde Rechenschaft über das vergangene Vereinsjahr abgelegt, die Finanzen des Vereins dargestellt und die Aktivitäten für das laufende Jahr vorgestellt und diskutiert.
Ich möchte an dieser Stelle einmal auf die Personen eingehen, die den Heimatverein jährlich in finanzieller Hinsicht unterstützen.
Es sind Frau Kohlrausch aus Berlin, Herr Hofmann aus Mönchengladbach, Frau Ursula Maaß aus Treuenbrietzen, die Adler- und Sabinchen-Apotheke ebenfalls aus Treuenbrietzen.Es ist schön zu erleben, dass die Arbeit des Vereins anerkannt wird und die Heimatgeschichte damit eine große Unterstützung erhält. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die großzügige Unterstützung unseres Heimatvereins.

Für den 15. März 2007 wurde ein Vortrag mit dem Thema „Treuenbrietzen in der Steinzeit“ organisiert. Als Referenten konnten wir Herrn Arne Lindemann gewinnen. Herr Lindemann gab eine Übersicht über die steinzeitliche Besiedlung des Treuenbrietzener Raumes und ordnete auch die dazu ausgelegten Exponate des Museums dazu. Es war zu erkennen, dass noch viel zu erforschen wäre und noch längst nicht alles über die Steinzeit in und um Treuenbrietzen bekannt ist.
Leider spielte an diesem Tage die Technik nicht so mit wie wir uns das vorgestellt hatten und es gab so doch einige Schwierigkeiten, die Karten und Tabellen gut zu
erkennen.

Am Fläming-Frühlingsfest in Jüterbog nahmen wir gemeinsam mit der Schützengilde Treuenbrietzen teil. Pünktlich um 10:30 Uhr ging die Reise nach Jüterbog los. Hier wurde die „Standhaftigkeit“ unseres Vereins auf eine harte Probe gestellt. Zwei volle Stunden mussten wir auf unserem zugewiesenen Platz ausharren, bis sich der Festzug endlich in Bewegung setzte. Nach einer weiteren Stunde erreichten die Mönche und Waschweiber die Haupttribüne. Angekündigt wurden dort auch der Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen Herr Knape und die Schützengilde Treuenbrietzen von 1424 e.V.
Die waren da allerdings schon nicht mehr dabei, da sie noch andere wichtige Termine an diesem Tag wahrzunehmen hatten.
Daran kann man sehen, dass manchmal weniger oft mehr ist.

Am 23. April legten wir Kränze für unsere vor 62 Jahren ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie für die italienischen Kriegsgefangenen nieder.
Die schon zur Tradition gewordene Gedenkveranstaltung mit der italienischen  Botschaft und inzwischen auch mit der Botschaft Russlands fand am 06. Mai des Jahres statt.
Hierbei ist aus historischer Sicht eine bis dahin einmalige Geste der russischen Botschaft zu beobachten gewesen.
Zum ersten Mal haben die Vertreter Russlands der von ihren Landsleuten im April 1945 ermordeten Treuenbrietzener Zivilisten gedacht und ihnen die letzte Ehre erwiesen.
Der Arbeit des Heimatvereins, eine Versöhnung über den Gräbern zu erreichen, ist man damit ein großes Stück näher gekommen.

Einen Tag vorher, am 05. Mai unternahm der Verein eine Exkursion in das 1000jährige Jüterbog. Eine Stadtführung mit Besichtigung des Rathauses und des Kulturquartiers Mönchenkirche stand auf dem Programm.
Leider ist bei der Organisation durch die Stadtinformation in Jüterbog einiges schief gelaufen. So haben wir uns sehr lange in der St. Nikolaikirche aufgehalten, was natürlich auch sehr interessant war, dafür aber wenig von der Entstehung der Stadt erfahren.
Dafür waren aber die Preise für diese Leistungen nach meinem Empfinden sehr hoch.
Mein Dank gilt hiermit Frau Mihm für die gute Organisation des Unternehmens.

Da sich im Wonnemonat Mai die Termine häuften (es wären fünf gewesen), musste die Kremserfahrt ins Nieplitztal ausfallen.

Die alljährliche Himmelfahrtstour begann mit einem Gottesdienst in der St. Marienkirche und führte uns dann über Rietz, Neu-Rietz und Haseloff zurück nach Treuenbrietzen. Kurz vor Haseloff entdeckten wir einen Findlingsstein der uns bis dato unbekannt war. Da denkt man, man kennt schon alles und entdeckt doch immer wieder etwas Neues. Der übliche Grillnachmittag fand auf dem Hof von unserem Vereinsfreund Peter Wartenberg statt. Alles war gut organisiert und es schmeckte allen sehr gut. Vielen Dank an Peter für die Gastfreundschaft.
Am 28. Mai bekamen wir Besuch aus unserer Partnergemeinde Nordwalde. Der Heimatverein aus Nordwalde kam aus Berlin und machte auf seiner Fahrt in die Heimat Station in Treuenbrietzen. Wir konnten unseren Gästen bei einem Stadtrundgang und einem Besuch im Heimatmuseum die Besonderheiten der Stadt zeigen. Der dann einsetzende Appetit wurde auf dem Spargelhof in Bardenitz „bekämpft“. Bei Schnitzel mit Spargel und einem frischen Bier ließ man es sich gut gehen. Mit vielen neuen Eindrücken und gut gestärkt konnte die Heimreise nach Nordwalde weitergehen.

Traditionell im Juni beteiligte sich der Verein an der Durchführung der Sabinchenfestspiele. Zum einen in der Vorbereitung, zum anderen an der Gestaltung der einzelnen Programmpunkte.
Die Mönche und Waschweiber waren wieder im Festumzug zu sehen. Neu hingegen war, dass wir auf dem Hof der Familie Brendel unseren Kuchenstand aufgebaut und auch ein Abendprogramm organisiert hatten. Bei den Besuchern kam das wohl gut an, wie überall zu hören war. Obwohl ein großer Erfolg, gab es in der Vorbereitung so manche Schwierigkeiten und einige Abstimmungsprobleme, die aber genau so gemeistert werden konnten, wie eine zweite Reisegruppe aus Nordwalde, die uns am Vormittag besuchte. Auch ihnen konnten wir unsere Stadt zeigen und das Mittagessen in Bardenitz einnehmen. Es ging dabei sehr lustig zu und ich glaube auch, unsere Freunde aus Nordwalde sind zufrieden nach Hause gefahren.
Höhepunkt der Festspiele war aber zweifelsohne „Schusters Meisterschaft“, ein Wettstreit der Treuenbrietzener  Vereine. Nach harten Ausscheidungskämpfen setzten sich schließlich der Feuerwehrverein und der Heimatverein durch und bestritten schließlich das Finale.
Nach einem spannenden Kopf an Kopf Rennen setzte sich der Heimatverein knapp durch und gewann somit „Schusters Meisterschaft“.
Dass die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr ausgerechnet die Bierstaffel gegen den Heimatverein verloren hatten, wurmt sie wohl noch heute.
Aber da es vor allem um den Spaß ging, haben wir im Heimatverein beschlossen, die Siegerprämie mit dem Feuerwehrverein zu teilen und gemeinsam ein Fass Bier zu lehren. Ein besonderes Dankeschön gilt unserer siegreichen Mannschaft.

In den Monaten Juli und August war einmal mehr Sommerpause.

Ende Oktober unterstützte der Verein die Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“, eine Veranstaltung des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Auch hier wird es wohl eine Veränderung in diesem Jahr geben, da sich der Umzug von der Marienkirche zum Museum nicht bewährt hat.

Am 10. November stand ein Ausflug nach Ziesar auf dem Programm. Wir erlebten eine ausführliche und sehr interessante Stadtführung. Bei recht kalten Temperaturen hielten alle gut durch und bei einem guten Mittagessen konnten wir uns wieder erwärmen. In der  Bischofsburg waren die Temperaturen natürlich wesentlich angenehmer und die Führung ebenso interessant wie die Stadtführung vorher. Auch der  Bergfried wurde von allen bestiegen. Nach einem guten Kaffeetrinken in einer alten aber liebevoll restaurierten Wassermühle traten wir die Heimreise an. Für die sorgfältige Vorbereitung einmal mehr meinen Dank an Familie Mihm.

Am Volkstrauertag gedachten wir gemeinsam mit Vertretern einiger Parteien, der Kirchen und Bürgern der Stadt den Opfern von Krieg und Gewalt.

Auf dem Adventsmarkt waren wir auch wieder mit einem Stand vertreten. Einen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

Die Weihnachtsfeier des Vereins begann mit einer Buchlesung von Frau Stechbart, die ihr Buch „Rinnsteinkinder“ vorstellte. Bei frisch gebackenen Pfannkuchen, die Familie Päpke spendierte und belegten Broten ließen wir das Jahr 2007 ausklingen.
Zur Zeit hat der Heimatverein 59 Mitglieder.

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