Die Sanierung des Hohenzollernbrunnens

brunnen Der Hohenzollern /Sabinchenbrunnen soll in nächster Zeit saniert werden. Aus diesem aktuellen Anlass möchte ich noch auf einige Dinge hinweisen.
Nach meiner Ansicht sind es zwei Überlegungen die es zu beachten gilt. Zum einen sind es die Historischen Belange und zum anderen die Touristischen Belange, sprich die Vermarktung der Sabinchengeschichte.
Aus historischer Sicht ist noch folgendes interessant. Als der spätere Kurfürst Friedrich der I. im Jahre 1412 in die Mark Brandenburg kam fand er ein ziemliches Kaos vor. Der Adel raubte und plünderte nach Belieben die Kaufleute und auch die Städte aus. Um diesem Treiben ein Ende zu machen verbündete er sich mit einer Reihe von Fürsten. Er forderte aber auch die Bürger der Städte auf, ihn bei seinen Kriegszügen gegen den Adel zu unterstützen.

Die Burg Beuthen ergab sich kampflos. Die bewaffneten  Bürger der Stadt Brietzen hatten einen Anteil daran und waren somit  die Vorläufer der  noch heute existierenden Schützengilde. Denn der Kurfürst sah auch die Bürger der Städte in der Verantwortung für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Viele Schützengilden wurden in dieser Zeit gegründet und standen unter dem Kommando des jeweils regierenden Bürgermeisters. Die Schützengilde zu Treuenbrietzen wurde im Juni 1424 gegründet. Auch in der heutigen Zeit ist der Gedanke durchaus wieder aktuell, vor allem in den Großstädten.
Das der Kurfürst seinen ältesten Sohn Johann mit Prinzesin Babara, der Tochter des mit ihm verbündetem Fürsten Rudolf von Sachsen verheiratete, dürfte auch kein Zufall gewesen sein. Die Hochzeit fand hier in Treuenbrietzen statt und als Leibgedinge wurde der Braut verschrieben, dass die Stadt Treuenbrietzen für immer zu Brandenburg gehören sollte. In Treuenbrietzen wurde damals aktive „Landespolitik“ gemacht und unter der Herrschaft der Hohenzollern konnte sich die Stadt gut entwickeln.
Nun soll unser Sabinchen aber wegen dem Hohenzollernstandbild nicht aus dem Stadtzentrum verschwinden, sondern einen neuen Startort  zwischen der Stadtinformation und dem Bistro „zu den Hakenbuden“ erhalten. Wenn es gelingen würde, noch ein kleines Wasserspiel mit zu verwirklichen, könnte die Stadt Treuenbrietzen in Zukunft auf zwei Attraktionen, einen Hohenzollernbrunnen und einen Sabinchenbrunnen verweisen. Welche Stadt von der Größe Treuenbrietzens kann dass schon. sabihake2
Nach meiner Auffassung können die Historischen und Touristischen Belange am besten mit der Verwirklichung der Variante 3 umgesetzt werden.
Die Stadtverordneten die letztendlich über die Gestaltung der Innenstadt entscheiden, sollte die einmalige Chance nutzen um zum Wohle und zum Ansehen der Stadt  einen Beitrag leisten und alle Belange gründlich prüfen.

Wolfgang Ucksche

3 Kommentare

Dr,Wachs,KiefernwegSonntag, 22. März 2009 um 14:53

Die Lösung heute und gestern zu verbinden finde ich gut.Der Kurfürst an alter Stelle – aber Sabinchen von Sell an den Hakenbuden wieder aufstellen,denn Treuenbrietzen nennt sich ja wohl Sabinchenstadt,da muss ihr Denkmal auch im Stadtbild erscheinen

Ingo MoraskeDonnerstag, 9. April 2009 um 16:35

Ich würde das Sabinchen auf ihrem jetzigen Standort lassen und den Brunnen sanieren.
Zwei Standorte finde ich nicht gut ! Die Stadt hat nicht einmal die Gelder für einen Brunnen (Erhaltung) . Das Sabinchen gehört zum Stadtbild ,und das vor dem Rathaus

Rolf BertholdMontag, 8. Februar 2010 um 18:20

Wir 14 Burschen aus Schwedt (Oder) singen seit 35 Jahre das Sabinchenlied bei unseren Treffen. Nun sind wir von der Notwendigkeit des Umbaues des Brunnen überrascht worden. Wir würden uns gern ein Bild von dem historischen Treuenbrietzen machen und dann bei einer Entscheidungsfindung mithelfen.
Kann der Verein uns einen Wochenendtermin mit Unterkunft vor Ostern 2010 nennen?

Mit freundlichen Grüssen
Rolf Berthold.

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