Rechenschaftsbericht 2010

Im abgelaufenen Vereinsjahr 2010 haben wir insgesamt 9 Vereinssitzungen durchgeführt. Wie rechtlich vorgeschrieben trafen wir uns am Donnerstag den 18. Februar 2010 zur Jahreshauptversammlung auf der Rechenschaft über das vergangene Vereinsjahr abgelegt wurde. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt und auch sonst gab es keine Beanstandungen.

Am Donnerstag den 01. April 2010 wurde auf unserer Vereinssitzung ein Vortrag zum Thema „Die Geschichte des Hohenzollernbrunnen“ angeboten. Der Vereinsvorsitzende sprach über die Geschichtlichen Zusammenhänge die zur Errichtung des Hohenzollernbrunnen in Treuenbrietzen führten. Im Anschluss wurde mit den recht zahlreich erschienenen Gästen kontrovers aber sachlich über die Frage diskutiert ob nun Sabinchen oder die Figur des Hohenzollern auf dem Sockel vor dem Rathaus seine Standberechtigung habe.

Freitag den 23. April 2010 legten wir für Opfer der Massaker des Jahres 1945 Gebinde auf den Friedhöfen und Gedenkstätten Triftfriedhof, Berliner Siedlung und in Nichel nieder.
Zwei Tage später nahmen Mitglieder unseres Vereins an den Trauerfeiern mit den Vertretern der Italienischen und Russischen Botschaften, der Stadtverwaltung den Kirchengemeinden sowie Vertretern von Parteien, Vereinen und Verbänden teil.
Es sei mir gestattet an dieser Stelle einmal darauf hinzuweisen, dass der Heimatverein im Jahr 1995 erstmals ein öffentliches Gedenken aller Opfer des zweiten Weltkrieges initiiert hat. Daraus resultiert, dass nunmehr drei Nationen, die sowohl Opfer als auch Täter waren, sich über den Gräbern die Hände zur Versöhnung reichen. Ein in Europa einmaliger Vorgang.

Dass Fläming Frühlingsfest in Zerbst mussten wir leider absagen.

Am Donnerstag den 13. Mai 2010 stand unsere „Himmelsfahrttour“ auf dem Programm. Nach dem Gottesdienst in der St. Marienkirche fuhren wir über Brachwitz, Schlalach und Nichel zurück nach Treuenbrietzen. Bei unserer Vereinsfreundin Jutta Krex wurde dann zünftig gegrillt und das eine oder andere Bier gezischt.
Herzlichen Dank sagen wir für die Gastfreundschaft und tolle Vorbereitung.

Samstag den 29. Mai 2010 ist uns etwas ganz großes gelungen. Nach vielen vergeblichen Anläufen haben wir es geschaft, eine Kremserfahrt ins Nieplitztal zu organisieren. Bei herrlichem Wetter und fröhlichem Gesang fuhren wir durch den Böllrich bis zum Forellenteich wo wir uns an Kaffee und Kuchen laben konnten.

Der Heimatverein beteiligte sich aktiv am Sabinchenfest.
Zunächst wurde aber erst einmal ein Auswärtstermin wahrgenommen. Gemeinsam mit den Fläming Freunden aus Jüterbog folgten wir einer Einladung zu Luthers Hochzeit nach Wittenberg.
Wir trafen uns um 13.00 Uhr auf dem Parkplatz des „Nettomarktes“ in Treuenbrietzen. Auch die amtierende Flämingkönigin weilte in unserer Mitte. Zur gleichen Zeit waren andere Vereinsfreunde mit dem Aufbau und den Vorbereitungen für unseren Kuchenstand am Gildenhaus beschäftigt.
In Wittenberg angekommen nahmen wir Aufstellung zum Festumzug der uns dann durch die gesamte Altstadt führte. Unsere „Brüder“ aus Jüterbog führten den „Tetzelkasten“ mit und mit lustigen Sprüchen wurde versucht einen „Ablasshandel“ in Schwung zu bringen, leider erfolglos.
Am Straßenrand konnten wir auch Treuenbrietzener Gäste von „Luthers Hochzeit“ entdecken, die uns freundlich grüßten.
Nach der Besichtigung des Mittelaltermarktes und einer wohlverdienten Stärkung ging es zurück nach Treuenbrietzen.
Dort angekommen wurde unser Kuchenstand gerade abgebaut. Trotz des ungünstigen Wetters konnten wir ein sehr gutes Erscheinungsbild des Standes feststellen. Allen die uns den leckeren Kuchen gespendet haben und der wackeren Mannschaft um Kerstin Franz sei hiermit herzlich gedankt.
Bei „Schusters Meisterschaft“ konnten wir leider nicht mitmachen, da einige Vereinsfreunde krankheitsbedingt absagen mussten. Nur die Sandalen von Abt Wolfgang sind noch mal zum Einsatz gekommen als der TSV und der Feuerwehrverein um Punkte kämpfte.

Beim Festumzug am Sonntag waren die Mönche und Waschweiber des Vereins planmäßig nur spärlich vertreten. Wir konnten allerdings eine andere Figur aus der Treuenbrietzener Geschichte präsentieren und zwar den „Tanzmeister aus Treuenbrietzen“, dargestellt von Klaus Meissner. An seiner Seite eine Dame aus der Zeit um 1900. Alle anderen Vereinsfreunde waren mit den blau-weißen Vereins T- Shirt bekleidet.
Auch im Jahr 2011 wird sich der Heimatverein bei den Sabinchenfestspielen präsentieren und vielleicht gibt es dann eine neue Überraschung beim Festumzug.

In den Monaten Juli und August war Sommerpause.

Am Samstag, den 11. September 2010 unternahm der Heimatverein eine Reise nach Brandenburg ins dortige St. Pauli Kloster. Im ehemaligen Dominikanerkloster (gegründet 1287) ist die Ausstellung des Archäologischen Landesmuseum Brandenburg untergebracht.
Bei herrlichem Wetter begann unsere Reise pünktlich um 08.30 Uhr am Sabinchenbrunnen vor dem Rathaus. In Brandenburg angekommen führte uns der Historiker Herr Schneider ca. zwei Stunden durch die Ausstellung zur Besiedlung des Brandenburger Raumes und den dazugehörigen archäologischen Funden. Nach einem guten Mittagessen erläuterte uns Herr Schneider die Kulturhistorischen Aspekte der ehemaligen Klosteranlage.
Auf der Rückreise nach Treuenbrietzen wurde in Golzow Station gemacht wo wir uns Kaffee und Kuchen schmecken ließen. Gegen 17.00 Uhr trafen wir wohlbehalten und voller neuer Eindrücke in Treuenbrietzen ein.
Herzlichen Dank sagen wir unserer Vereinsfreundin Frau Mihm für die hervorragende Organisation der Reise.

Die „Märkischen Wandertage“ unterstützten wir mit zwei Wanderführern. Treffpunkt der ersten Tour war die Stadtinformation an den Hakenbuden. Leider hatten sich nur vier Wanderfreunde eingefunden. Es lag vielleicht am schlechten Wetter oder aber an der Pilzwanderung die in Bardenitz zur gleichen Zeit stattfand und rund 100 Besucher verzeichnen konnte. Unter der Führung des Vereinsvorsitzenden wanderten wir von der Stadtinfo bis zur Gaststätte „Treffpunkt“ um von dort den „Nieplitztal- Wanderweg“ bis nach Frohnsdorf zu benutzen und dann am Forellenteich und Reichhelmsteich vorbei durch den Böllrich wieder nach Treuenbrietzen zu gelangen. Da es sehr regnerisch war freuten wir uns, dass wir im Heimatmuseum noch eine Tasse Tee zum aufwärmen bekommen konnten.
Die zweite Wanderung auf dem „Nickert- Wanderweg“ ist buchstäblich ins Wasser gefallen.

Am 01. Oktober 2010 folgten fünf Gäste bzw. Vereinsfreunde dem Aufruf eine Wandergruppe zu gründen. Auf dem Stadtwanderweg „Pauckert- Ring“ ging es einmal rund um Treuenbrietzen. Im Anschluss wurde in „Reuters Restaurant“ noch über die zukünftigen Wanderungen und Modalitäten gesprochen.

Am 17. Oktober 2010 wurde die „Schaustelle Stadtkern“, eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Ortskernen angeboten. Unter dem Motto „Frauen machen Stadt“ konnte man bei einem geführten Stadtrundgang die Arbeit der Waschfrauen, der Marktfrauen und Spinnerinnen erleben. Auch dass Bleichen der Wäsche wurde von unsren Vereinsfreunden dargestellt. Bei kaltem aber trockenem und sonnigem Wetter haben sich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger zu dieser Stadtführung der besonderen Art eingefunden. Unter den Gästen befand sich auch der Ortsverband der FDP aus unserer Partnergemeinde Nordwalde, die an diesem Wochenende ihre Parteifreunde aus Treuenbrietzen besuchten. Um sich wieder aufzuwärmen spendierte der Heimatverein zum Schluss noch einen Likör im Museum. Auch über eine Spende durch den Bürgermeister Herrn Knape und den Ortsvorsitzenden der FDP Nordwalde konnten wir uns freuen.

Am Volkstrauertag konnten wir die Gedenktafeln für die im zweiten Weltkrieg gefallenen Söhne vornehmen.
Nach nunmehr 65 Jahren nach Ende des Krieges gibt es einen Ort der Trauer und der Erinnerung für unsere im zweiten Weltkrieg gefallenen Mitbürger.
Von den ersten Gesprächen im April 1994 bis zur Fertigstellung im November 2010 haben wir 16 Jahre lang dieses Ziel verfolgt und letztendlich erfolgreich abgeschlossen. Darauf können wir sehr stolz sein.

Im November beteiligte sich der Verein am Treuenbrietzener Adventsmarkt. Es konnten gute Umsätze erzielt werden.

Die Weihnachtsfeier am 02. Dezember 2010 war wieder sehr gemütlich und so konnten wir uns unter dem Weihnachtsbaum an den Leckereien erfreuen die hier dargeboten wurden, allen voran die selbstgebackenen Pfandkuchen von Familie Päpke.

Normalerweise endet unser Vereinsjahr mit der Weihnachtsfeier. Diesmal jedoch gab es noch einen Auftritt des Zisterzienser Abtes „Wolfgang von Brietzen“, der die Öffnung der „historische Adventstür“ von St. Nikolai forderte. Pfarrer Stegemann kam diesen Ansinnen nach und es begann ein lustiger Disput der einige geschichtliche Dinge über die Geschichte der Kirche preisgab.
Erfreulicherweise kamen über 100 Besucher die nach einer kleinen Andacht die Kirche und den Kirchturm besichtigen konnten. Zum Aufwärmen reichten die Vereinsfrauen Glühwein und Schmalzstullen die regen Zuspruch fanden.

Der Heimatverein hat zurzeit 64 Mitglieder.

W. Ucksche
Vorsitzender

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