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Aus dem Innungsleben das Bäckerhandwerks in früheren Jahrhunderten
Nicht jeder junge Bursche konnte Bäcker werden. Mancherlei Bedingungen waren mit dem Eintritt in die Lehre bei einem zünftigen Meister verbunden. Seine eheliche Geburt und seine deutsche Abstammung musste der angehende Lehrbursch, falls es nicht ein bekannter Meistersohn war, unbedingt nachweisen. Dreimal nach Handwerksbrauch musste sich der Lehrlingsanwärter beim Gewerk melden. Auch darüber – wie über alle Innungsangelegenheiten – wurde ein Protokoll aufgenommen.
Hatte der Lehrling seine Lehre beendet oder ausgestanden, so wurde er nach den alten Zunftregeln feierlich bei Kerzenschein los- und freigesprochen. Feierlich, wie jede Handlung im Innungsleben, war auch die Lehrlingslosprechung. Dem neugebackenen Gesellen wurde dann der Lehrbrief ausgehändigt, deren "Copia“ der Innung verblieb.
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„Die Satzungen der Bäcker-Innung zu Treuenbrietzen vom Jahre 1706
Für das Innungsleben von größter Wichtigkeit sind die Satzungen aus dem Jahr 1706. Sie sind auf Pergament geschrieben, tragen die Unterschrift des Königs Friedrich I., ebenso sein großes Siegel in der Kapsel. Ausgestellt sind sie am 26. Februar. Wir sehen, dass der Rat der Stadt mit seinem einst so wichtigen Aufsichtsrecht ausgeschaltet worden ist, dass der Landesherr dieses Recht für sich beansprucht. Wohl hat der Rat der Stadt die neuen Satzungen, die dem König eingereicht werden, gebührend durchgesehen, wie ausdrücklich in der Einleitung erwähnt wird.
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| Ausstellungsvitrine Bäckerhandwerk im Heimatmuseum Treuenbrietzen |
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Montag, 19. Januar 2009 in
Allgemeines |
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Brot ist weltweit eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Mit Brot wird ein großer Anteil der für die Ernährung des Menschen notwendigen Nährstoffe gedeckt. Das Brot hat dabei im Laufe seiner geschichtlichen Entwicklung vielfältige Formen angenommen: Fladenbrot, Ringbrot, Baguette, Kastenbrot,…usw.
Die Geschichte des Brotes begann in der jüngeren Steinzeit mit den Haubenfladen. In Europa wird seit etwa 6000 Jahren Brot gebacken. Vielfältige Entwicklungsstufen der Backgeräte und Backöfen wurden durchlaufen, von einer Backglocke aus Keramik bis zur vollautomatisierten Backstraße.
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Dienstag, 9. Dezember 2008 in
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( von Elli Gabka geb. Keil, Wolfsburgl)
Auch ich bin ein Sabinchen aus Treuenbrietzen. Am 6. Juni 1920 in der Nagelgasse Nr. 9 (Scheerer/Schildhauer) geboren. Ich erlebte eine fröhliche Kindheit. Meine beiden Freundinnen Ruthchen Herrmann (Mahler) und Hilde Schröder (Gericke) hatten gemeinsame Interessen. Wir holten uns aus dem Textilgeschäft Hinze in der Nagelgasse Puppenlappen und nähten für unsere Puppen Puppenkleider. Da saßen wir bei Kilzmanns auf der Holztreppe und ließen uns von der Sonne bescheinen. Sonst spielten wir vor dem Fleischergeschäft Wolf mit unserem Kreisel mit Schnur und kleiner Stange. Auch Reifen mit Stöckchen war unsere Beschäftigung.
Zu Fell-Haase in der Nagelgasse brachten wir die Kaninchenfelle. Der Großsohn hatte hier in Wolfsburg ein Geschäft. Ich kannte ja noch den Opa Otto Haase und seine Frau. Auf der Breite Str. gab es Fell-Wolf, aber da gab es 5 Pfg. weniger, das war ja immerhin eine Eistüte weniger. Irmgard Grieß war ebenfalls ein Mädchen aus der Nagelgasse, aber sie hatte wohl andere Interessen. Sie besaß eine wunderbare Handschrift, die heute noch in meinem Album steht. Den Rest lesen »
In diesem Jahr feiert die Stadt Treuenbrietzen die erste Ortserwähnung vor 800 Jahren. Aber gab es da nicht auch ein Heft mit dem Aufdruck „Das 1000jährige Treuenbrietzen“? Ausgangspunkt ist ein Vortrag, der vom Reichsarchivrat Dr. Karlheinrich Schäfer am 15. Januar 1928 gehalten wurde. Thema des Vortrages war die 1000jährige Deutsch-Christliche Kultur des Havellandes“. Im Winter des Jahres 928 eroberte König Heinrich der I. die Brandenburg.
Für unser heutiges Treuenbrietzen berief sich Schäfer auf eine Urkunde Kaiser Ottos des II. vom 21. Juli 981. In besagter Urkunde schenkt der Kaiser die Ortschaften und Castelle im Slawenland Nueburg, Dubi und Briechouua mit Brietzhoven und schloss daraus, dass der Ort Brietzen (Treuenbrietzen) somit bereits 981 Erwähnung fand.
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Zusammengestellt von Ernst- Peter Rabenhorst
Am 20.März 2008 hielt Dr. Lutz PARTENHEIMER im Heimatmuseum zu Treuenbrietzen einen Vortrag zum Thema „851 Jahre Mark Brandenburg und 800 Jahre Treuenbrietzen“. Der Vortrag ordnete sich ein in die Feierlichkeiten zum 800. Jahrestag der Ersterwähnung der Stadt. War es doch Dr. PARTENHEIMER, der mit wissenschaftlicher Akribie bestätigt hatte, dass Treuenbrietzen in diesem Jahr zu Recht sein mindestens 800-jähriges Bestehen feiern kann. Die offizielle Bestätigung kam dann kurz darauf vom Landeshauptarchiv in Potsdam.
Dr. PARTENHEIMER stützte sich in seinen Darlegungen auf sein 2007 veröffentlichtes Buch „Die Entstehung der Mark Brandenburg“. Diese Publikation soll auch hier als Leitfaden dienen, um die überlieferten Daten zur Geschichte Treuenbrietzens in die Geschichte der Mark Brandenburg einzuordnen.
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Eine Zeitungsmeldung: „Mindestens die Hälfte der fünf Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg ist in deutscher Gefangenschaft ums Leben gekommen. Darauf verwies die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die jüngst neue geschichtliche Forschungsergebnisse vorgestellt hatte.“ (MAZ,22.11.2003,S.2)
Vorgeschichte
Ortschronist Helmut VORKASTNER schrieb über das Jahr 1945: Auf dem “Berliner Dreieck” in Treuenbrietzen werden Russen beerdigt und es wird dort eine Parkanlage geschaffen. Einige Jahre später erfolgt die Umbettung zur Kriegergedenkstätte. Der Obelisk wird abgerissen, ein neuer in der Jüterboger Straße errichtet.
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Zusammengetragen von Ernst- Peter Rabenhorst
In einem Zeitungsbericht von 1928 heißt es: „Im Frohnsdorfer Wald entspringt dem Boden der klare Quell unserer Nieplitz. Im matten Lauf erreicht sie nach mehreren Stunden Treuenbrietzen. Bis hierher erblickt man noch immer, was die Natur ihr verliehen, den gelben Sand ihres klaren Grundes. In ungestörtem Frieden tummeln sich noch Weißfisch und Forelle. Hier übt die Natur noch ihr Recht, daß es, sobald das Wasser die Tore von Treuenbrietzen verlassen hat, in so bedauerlicher Weise an den Menschen abtreten muß. Denn schon der Geruch, ein jauchig stinkender, erfüllt das ganze Wasser. Giftige Gase, die der Kulturwelt entströmen, sind sogar den bisher noch lebenden Fischen ein Greuel gewesen. Tote Fische hält das Wehr in Buchholzer Mühle in großer Anzahl, ein Beweis, wie unendlich weit sich der Mensch an der Kreatur versündigt. Und nicht allein an ihr, sogar an seinen eigenen Mitmenschen. Bei 35° ist es wohl das sehnlichste Bedürfnis, ein Bad zu nehmen. Und dem von der Hitze des Tages überlasteten Landmann soll es nicht vergönnt sein? Ich glaube, wir haben alle gleichermaßen das Recht zu leben.“ (Treuenbrietzener Zeitung, 18.07.1928)
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