Einsatz der Bundeswehr im Heldenhain

reservisten1 Hans- Joachim SEVECKE ist Zweiter Vorsitzender der etwa 90 Mitglieder zählenden Reservistenkameradschaft SAN im Hamburger Raum. In Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragen für Hamburg und Schleswig- Holstein war er die treibende Kraft bei der Suche nach Einsatzmöglichkeiten in der Kriegsgräberpflege. Mit der Kriegsgräberfürsorge, die eine Vereinbarung mit der Bundeswehr über die Pflege von Kriegsgräbern geschlossen hat, einigte man sich auf Treuenbrietzen.
Jetzt weilt Hans-Joachim SEVECKE mit seinen acht bis zehn Reservisten der Bundeswehr bereits zum vierten Mal in Treuenbrietzen. Er hat inzwischen viele Freunde und Bekannte in der Stadtverwaltung und unter den Bewohnern der Stadt. Sogar am diesjährigen historischen Festumzug „800 Jahre Treuenbrietzen“ nahm er mit seinen Kameraden teil, schritt er in historischem Gewande durch die Straßen der Stadt. Aber seine Hauptaufgabe war natürlich die Fortführung der Umgestaltungsarbeiten im Heldenhain.

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Gedanken zur Nieplitz

Zusammengetragen von Ernst- Peter Rabenhorst

In einem Zeitungsbericht von 1928 heißt es: „Im Frohnsdorfer Wald entspringt dem Boden der klare Quell unserer Nieplitz. Im matten Lauf erreicht sie nach mehreren Stunden Treuenbrietzen. Bis hierher erblickt man noch immer, was die Natur ihr verliehen, den gelben Sand ihres klaren Grundes. In ungestörtem Frieden tummeln sich noch Weißfisch und Forelle. Hier übt die Natur noch ihr Recht, daß es, sobald das Wasser die Tore von Treuenbrietzen verlassen hat, in so bedauerlicher Weise an den Menschen abtreten muß. Denn schon der Geruch, ein jauchig stinkender, erfüllt das ganze Wasser. Giftige Gase, die der Kulturwelt entströmen, sind sogar den bisher noch lebenden Fischen ein Greuel gewesen. Tote Fische hält das Wehr in Buchholzer Mühle in großer Anzahl, ein Beweis, wie unendlich weit sich der Mensch an der Kreatur versündigt. Und nicht allein an ihr, sogar an seinen eigenen Mitmenschen. Bei 35° ist es wohl das sehnlichste Bedürfnis, ein Bad zu nehmen. Und dem von der Hitze des Tages überlasteten Landmann soll es nicht vergönnt sein? Ich glaube, wir haben alle gleichermaßen das Recht zu leben.“ (Treuenbrietzener Zeitung, 18.07.1928)

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Stellungnahme zur Nieplitzverlegung

IMG_0452 Stellungnahme des Heimatvereins Treuenbrietzen e. V. zum Planfeststellungsverfahren für die Verlegung der Nieplitz in die Böllrich-Niederung der Stadt Treuenbrietzen

„Vom Gewässerunterhaltungsverband „Nieplitz“ wurden Planungsunterlagen zur Verlegung der Nieplitz vorgelegt und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.
Der Heimatverein Treuenbrietzen e. V. strebt die Erhaltung und Vertiefung der Heimatverbundenheit an, insbesondere in der Gemarkung der Stadt Treuenbrietzen. Darin ist die Pflege und Weiterentwicklung kultureller Gegebenheiten und Eigenarten sowie die Pflege und Entwicklung der Natur und Umwelt im Territorium enthalten. Dies schließt insbesondere auch technische Denkmale und Bodendenkmale ein. Insofern werden durch das vorgesehene Bauvorhaben die Belange und damit die Ziele des Heimatvereins Treuenbrietzen e. V. erheblich berührt.
Im Erläuterungsbericht steht, dass mit einer informellen Planung, Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP), einerseits in dem Einflussbereich des o. g. Vorhabens eine Verbesserung der wasserhaushaltlichen Situation erreicht werden soll, anderseits aber eine Verschlechterung am Nieplitz-Damm vermieden werden soll. Begründet wird das Vorhaben mit einer standunsicheren Dammlage der Nieplitz.

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800 Jahre Treuenbrietzen – Das Hoffest bei BRENDELs

Hoffest-Umzug 059 Die Sabinchen-Festspiele 2008 standen ganz im Zeichen des 800. Jahrestages der erstmaligen schriftlichen Erwähnung des Namens Brietzen. Ein Burkardus de Briscene hatte sein adliges „sigillum“ (Siegel) mit unter eine deutsche Herrscherurkunde setzen dürfen. Im Auftrage der Stadt Treuenbrietzen war aus diesem Anlass unter Regie des Heimatvereinsvorsitzenden Wolfgang UCKSCHE ein historischer Festzug zusammengestellt worden, der in verschiedenen Bildern Ausschnitte aus der 800-jährigen Geschichte unserer Stadt dokumentierte. Vereinsmitglied Kerstin FRANZ sorgte mit ihren Frauen in der Kleiderkammer dafür, dass alle Teilnehmer am Festzug maßgerecht und historisch exakt eingekleidet wurden.

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Vermischtes (1)

In der Rubrik “Vermischtes” gibt es in unregelmäßigen Abständen interessante Textschnippsel, Fotos oder ähnliches aus Treuenbrietzen zu sehen geben.

Den Anfang machen diese beiden Landkarten:

1837k

karte1758kEine Karte des Zauch-Belzigschen Kreises aus dem Jahr 1837 und eine Kartes des Ammtes Belzigk aus dem Jahr 1758.

800 Jahre Treuenbrietzen – Fotos der Feierlichkeiten

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1903: Heimatforscher auf Steinwanderung bei Treuenbrietzen

bischofstein2 Die Pflegschaft des Märkischen Museums, welche vor zwei Jahren die Geschichtlichen Denkmäler Treuenbrietzens besichtigte, wird am Sonntage die bemerkenswertesten Findlingssteine des Fläming aufsuchen. Die Fahrt geht von der Station Frohnsdorf über Lüdendorf und die Schwabecker Rommel nach Luthersbrunnen (=das heutige Dietersdorf), sodann zum Finkenberg, Oken, nach Dorf Rietz und der FISCHER’schen Ziegelei. (ZBZ,16.08.03).

Geleitet wird die Pflegschaftsfahrt von Geheimrat E. FRIEDEL und Postrat STEINHARDT aus Treuenbrietzen. „Von Frohnsdorf begaben sich die Teilnehmer zunächst auf die Lüdendorfer Feldmark, wo der „Bismarck-Stein“, ein erratischer Block von 8,25 Meter Umfang, 3,2 Meter Länge und 1,7 Meter Höhe besichtigt wurde. Er liegt auf einer flachen Erhebung westlich der alten Straße von Treuenbrietzen nach Feldheim und ist der letzte der in dieser Gegend früher zahlreichen Findlingsblöcke, die nach und nach zersprengt und zu Bauzwecken verwendet sind. Der Bismarckstein war früher größer als jetzt, vermutlich ist ein Teil abgesprengt worden; jetzt soll der Block als Überrest der Eiszeit erhalten und mit Laubholz umgeben werden.

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Verschwundene Gasthöfe in Treuenbrietzen

Frohnsdorf-4-v1937 In Treuenbrietzen scheint sich eine neue Tradition herauszubilden, die „Kneipennacht“. In diesem Zusammenhang soll hier einmal an die Vorläufer der heutigen „Kneipen“ erinnert werden, an Gaststätten, die inzwischen aus dem Stadtbild verschwunden sind, weil sie einer anderen Nutzung zugeführt oder abgerissen wurden.

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Altes Brauchtum

Zum Brauch des „Kariedelns“ schreibt die Treuenbrietzener Zeitung 1913:
„Das Kariedeln war am gestrigen Fastnachtstage in vollem Gange und in aller Morgenfrühe haben die Treuenbrietzener Mädels und Jungens ihr alt ererbtes, gutes Recht ausgeübt. In unserer modernen Zeit wird vielleicht manch einer über dies überkommene Gebilde aus unserer Väter Tage mitleidig lächeln; andere – und wohl die meisten Treuenbrietzener – würden gerade solche Ortsbräuche niemals missen. Jedenfalls sehen wir, dass sie in der Tat auch nicht so bald verschwinden werden. Dafür sorgt schon unsere so gern ‚Schätze sammelnde’ Jugend, der auch fast jeder spendet, solange dabei die Grenzen des Wohlanstandes nicht überschritten werden, selbst wenn es bei dem Hersagen des bekannten: ‚Ich bin der kleine König usw.’ etwas stürmisch hergehen sollte.“ (TZ,05.02.1913)

Über die Bedeutung der „Elle“ heißt es 1936 in der Zeitschrift Zauche Fläming Heimat:
Viele junge Leute im Fläming schenkten ihren Bräuten eine Elle. Darin hatten sie mit viel Liebe Verse, Blumen und allerhand Symbole eingeschnitzt. Dazu kam der Name der Braut. Die Verzierungen wurden noch mit Siegellack ausgefüllt. Einige dieser Ellen wurden dem Museum in Treuenbrietzen übergeben, sind dort aber heute nicht mehr vorhanden. (ZFH,04/1936)

Aus alter Zeit(ung):
Vorgärten in der Großstraße
Im Jahre 1904 verschwanden vor der Oberpfarre in der Großstraße die beiden Vorgärten, Reste aus grauer Vorzeit. Von ihrem Dasein ist bereits in den ältesten Akten der Kirche die Rede. Am 11. April 1861 gestattete der Magistrat dem damaligen Superintendenten SCHRÖTER den Weiterbestand der beiden kleinen, jetzt verschwundenen Gärten. „Bis vor 60 – 70 Jahren hatte auf der Südseite der Großstraße fast jedes Haus von der Marienkirche bis zur Töpferstraße kleine Vorgärtchen, die, ungeachtet der geringen Ansprüche, die man damals an ihr Aussehen stellte, ein freundliches Bild der Straße gaben. Aber bei Regenzeiten standen auch daneben tiefe Wasserpfützen, auf denen die Gänse und Enten sich vergnügten und den daneben fließenden ‚Bach‘ fast immer als ihre rechtliche Domäne betrachteten.“ (ZBZ,20.10.03)

Gefunden von: Ernst- Peter RABENHORST
Erschienen in Treuenbrietzener Nachrichten 04/08

Der sterbende Strassenbaum

Leipziger-4 „Die Techniker und die Vertreter des Schnellverkehrs haben dem Baum an der Landstraße den Krieg erklärt. Ganz moderne Leute, wie die Amerikaner, bauen grundsätzlich nur baumlose Schnellverkehrsstraßen über Land. Auch bei uns erheben sich schon Stimmen, die in dem traulichen, schattenspendenden Baum an der Landstraße nur ein Hindernis sehen, welches die Statistik der Auto- und Motorradunfälle erhöht…Ganz entsprechend der gemütlichen Romantik alter Zeit, die er versinnbildlicht, wird also auch auf dem Lande der Baum zurückweichen an die Nebenstraßen und Feldwege, wird er verschwinden vom Netz der Hauptverkehrsadern, die gradlinig die größeren Orte verbinden und einen Teil des jetzt noch von der Eisenbahn bewältigten Verkehrs übernehmen werden. Wie ein Märchen aus uralten Zeiten werden unsere Kinder es unseren Enkeln erzählen, dass früher weise Regierungen, große, aufgeklärte Könige, alle Landstraßen mit Bäumen bepflanzen ließen, dass die Pflege des Chausseebaumes eine Wissenschaft für sich geworden war, dass man durch ganz Deutschland einmal wandern konnte im ununterbrochenen Schatten wertvoller Laubhölzer und freigebig Früchte spendender Obstbäume, dass es Apfel-, Birnen- und Kirschalleen an den Landstraßen gab, meilenlang. Und die Enkel im Bewusstsein ihrer bis dahin noch viel hastiger gewordenen Zivilisation werden sich vielleicht doch zweifelnd fragen, ob die Welt nun schöner geworden ist.“ (Treuenbrietzener Zeitung, 24.09.1929)

Erneut veröffentlicht in Treuenbrietzener Nachrichten 04/08

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