666 Jahre Bäckergilde Treuenbrietzen am 16.12.2008

Brot ist weltweit eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Mit Brot wird ein großer Anteil der für die Ernährung des Menschen notwendigen Nährstoffe gedeckt. Das Brot hat dabei im Laufe seiner geschichtlichen Entwicklung vielfältige Formen angenommen: Fladenbrot, Ringbrot, Baguette, Kastenbrot,…usw.
Die Geschichte des Brotes begann in der jüngeren Steinzeit mit den Haubenfladen. In Europa wird seit etwa 6000 Jahren Brot gebacken.  Vielfältige Entwicklungsstufen der Backgeräte und Backöfen wurden durchlaufen, von einer Backglocke aus Keramik bis zur vollautomatisierten Backstraße.
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Eine Treuenbrietzenerin erzählt

( von Elli Gabka geb. Keil, Wolfsburgl)

Auch ich bin ein Sabinchen aus Treuenbrietzen. Am 6. Juni 1920 in der Nagelgasse Nr. 9 (Scheerer/Schildhauer) geboren. Ich erlebte eine fröhliche Kindheit. Meine beiden Freundinnen Ruthchen Herrmann (Mahler) und Hilde Schröder (Gericke) hatten gemeinsame Interessen. Wir holten uns aus dem Textilgeschäft Hinze in der Nagelgasse Puppenlappen und nähten für unsere Puppen Puppenkleider. Da saßen wir bei Kilzmanns auf der Holztreppe und ließen uns von der Sonne bescheinen. Sonst spielten wir vor dem Fleischergeschäft Wolf mit unserem Kreisel mit Schnur und kleiner Stange. Auch Reifen mit Stöckchen war unsere Beschäftigung.
Zu Fell-Haase in der Nagelgasse brachten wir die Kaninchenfelle. Der Großsohn hatte hier in Wolfsburg ein Geschäft. Ich kannte ja noch den Opa Otto Haase und seine Frau. Auf der Breite Str. gab es Fell-Wolf, aber da gab es 5 Pfg. weniger, das war ja immerhin eine Eistüte weniger. Irmgard Grieß war ebenfalls ein Mädchen aus der Nagelgasse, aber sie hatte wohl andere Interessen. Sie besaß eine wunderbare Handschrift, die heute noch in meinem Album steht. Den Rest lesen »

800 Jahre Treuenbrietzen

In diesem Jahr feiert die Stadt Treuenbrietzen die erste Ortserwähnung vor 800 Jahren. Aber gab es da nicht auch ein Heft mit dem Aufdruck „Das 1000jährige Treuenbrietzen“? Ausgangspunkt ist ein Vortrag, der vom Reichsarchivrat Dr. Karlheinrich Schäfer am 15. Januar 1928 gehalten wurde. Thema des Vortrages war die 1000jährige Deutsch-Christliche Kultur des Havellandes“. Im Winter des Jahres 928 eroberte König Heinrich der I. die Brandenburg.

Für unser heutiges Treuenbrietzen berief sich Schäfer auf eine Urkunde Kaiser Ottos des II. vom 21. Juli 981. In besagter Urkunde schenkt der Kaiser die Ortschaften und Castelle im Slawenland Nueburg, Dubi und Briechouua mit Brietzhoven und schloss daraus, dass der Ort Brietzen (Treuenbrietzen) somit bereits 981 Erwähnung fand.
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Treuenbrietzen – 700 Jahre, 800 Jahre oder 1000 Jahre? Ein Streifzug durch die ältere Geschichte

Zusammengestellt  von Ernst- Peter Rabenhorst

Am 20.März 2008 hielt Dr. Lutz PARTENHEIMER im Heimatmuseum zu Treuenbrietzen einen Vortrag zum Thema „851 Jahre Mark Brandenburg und 800 Jahre Treuenbrietzen“. Der Vortrag ordnete sich ein in die Feierlichkeiten zum 800. Jahrestag der Ersterwähnung der Stadt. War es doch Dr. PARTENHEIMER, der mit wissenschaftlicher Akribie bestätigt hatte, dass Treuenbrietzen in diesem Jahr zu Recht sein mindestens 800-jähriges Bestehen feiern kann. Die offizielle Bestätigung kam dann kurz darauf vom Landeshauptarchiv in Potsdam.

Dr. PARTENHEIMER stützte sich in seinen Darlegungen auf sein 2007 veröffentlichtes Buch „Die Entstehung der Mark Brandenburg“.  Diese Publikation soll auch hier als Leitfaden dienen, um die überlieferten Daten zur Geschichte Treuenbrietzens in die Geschichte der Mark Brandenburg einzuordnen.

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Der Obelisk in der sowjetischen Kriegergedenkstätte in Treuenbrietzen (1949-2002) – eine Chronik

Eine Zeitungsmeldung: „Mindestens die Hälfte der fünf Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg ist in deutscher Gefangenschaft ums Leben gekommen. Darauf verwies die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die jüngst neue geschichtliche Forschungsergebnisse vorgestellt hatte.“ (MAZ,22.11.2003,S.2)

Vorgeschichte

Ortschronist Helmut VORKASTNER schrieb über das Jahr 1945: Auf dem “Berliner Dreieck” in Treuenbrietzen werden Russen beerdigt und es wird dort eine Parkanlage geschaffen. Einige Jahre später erfolgt die Umbettung zur Kriegergedenkstätte. Der Obelisk wird abgerissen, ein neuer in der Jüterboger Straße errichtet.

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Einsatz der Bundeswehr im Heldenhain

reservisten1 Hans- Joachim SEVECKE ist Zweiter Vorsitzender der etwa 90 Mitglieder zählenden Reservistenkameradschaft SAN im Hamburger Raum. In Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragen für Hamburg und Schleswig- Holstein war er die treibende Kraft bei der Suche nach Einsatzmöglichkeiten in der Kriegsgräberpflege. Mit der Kriegsgräberfürsorge, die eine Vereinbarung mit der Bundeswehr über die Pflege von Kriegsgräbern geschlossen hat, einigte man sich auf Treuenbrietzen.
Jetzt weilt Hans-Joachim SEVECKE mit seinen acht bis zehn Reservisten der Bundeswehr bereits zum vierten Mal in Treuenbrietzen. Er hat inzwischen viele Freunde und Bekannte in der Stadtverwaltung und unter den Bewohnern der Stadt. Sogar am diesjährigen historischen Festumzug „800 Jahre Treuenbrietzen“ nahm er mit seinen Kameraden teil, schritt er in historischem Gewande durch die Straßen der Stadt. Aber seine Hauptaufgabe war natürlich die Fortführung der Umgestaltungsarbeiten im Heldenhain.

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Gedanken zur Nieplitz

Zusammengetragen von Ernst- Peter Rabenhorst

In einem Zeitungsbericht von 1928 heißt es: „Im Frohnsdorfer Wald entspringt dem Boden der klare Quell unserer Nieplitz. Im matten Lauf erreicht sie nach mehreren Stunden Treuenbrietzen. Bis hierher erblickt man noch immer, was die Natur ihr verliehen, den gelben Sand ihres klaren Grundes. In ungestörtem Frieden tummeln sich noch Weißfisch und Forelle. Hier übt die Natur noch ihr Recht, daß es, sobald das Wasser die Tore von Treuenbrietzen verlassen hat, in so bedauerlicher Weise an den Menschen abtreten muß. Denn schon der Geruch, ein jauchig stinkender, erfüllt das ganze Wasser. Giftige Gase, die der Kulturwelt entströmen, sind sogar den bisher noch lebenden Fischen ein Greuel gewesen. Tote Fische hält das Wehr in Buchholzer Mühle in großer Anzahl, ein Beweis, wie unendlich weit sich der Mensch an der Kreatur versündigt. Und nicht allein an ihr, sogar an seinen eigenen Mitmenschen. Bei 35° ist es wohl das sehnlichste Bedürfnis, ein Bad zu nehmen. Und dem von der Hitze des Tages überlasteten Landmann soll es nicht vergönnt sein? Ich glaube, wir haben alle gleichermaßen das Recht zu leben.“ (Treuenbrietzener Zeitung, 18.07.1928)

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Stellungnahme zur Nieplitzverlegung

IMG_0452 Stellungnahme des Heimatvereins Treuenbrietzen e. V. zum Planfeststellungsverfahren für die Verlegung der Nieplitz in die Böllrich-Niederung der Stadt Treuenbrietzen

„Vom Gewässerunterhaltungsverband „Nieplitz“ wurden Planungsunterlagen zur Verlegung der Nieplitz vorgelegt und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.
Der Heimatverein Treuenbrietzen e. V. strebt die Erhaltung und Vertiefung der Heimatverbundenheit an, insbesondere in der Gemarkung der Stadt Treuenbrietzen. Darin ist die Pflege und Weiterentwicklung kultureller Gegebenheiten und Eigenarten sowie die Pflege und Entwicklung der Natur und Umwelt im Territorium enthalten. Dies schließt insbesondere auch technische Denkmale und Bodendenkmale ein. Insofern werden durch das vorgesehene Bauvorhaben die Belange und damit die Ziele des Heimatvereins Treuenbrietzen e. V. erheblich berührt.
Im Erläuterungsbericht steht, dass mit einer informellen Planung, Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP), einerseits in dem Einflussbereich des o. g. Vorhabens eine Verbesserung der wasserhaushaltlichen Situation erreicht werden soll, anderseits aber eine Verschlechterung am Nieplitz-Damm vermieden werden soll. Begründet wird das Vorhaben mit einer standunsicheren Dammlage der Nieplitz.

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800 Jahre Treuenbrietzen – Das Hoffest bei BRENDELs

Hoffest-Umzug 059 Die Sabinchen-Festspiele 2008 standen ganz im Zeichen des 800. Jahrestages der erstmaligen schriftlichen Erwähnung des Namens Brietzen. Ein Burkardus de Briscene hatte sein adliges „sigillum“ (Siegel) mit unter eine deutsche Herrscherurkunde setzen dürfen. Im Auftrage der Stadt Treuenbrietzen war aus diesem Anlass unter Regie des Heimatvereinsvorsitzenden Wolfgang UCKSCHE ein historischer Festzug zusammengestellt worden, der in verschiedenen Bildern Ausschnitte aus der 800-jährigen Geschichte unserer Stadt dokumentierte. Vereinsmitglied Kerstin FRANZ sorgte mit ihren Frauen in der Kleiderkammer dafür, dass alle Teilnehmer am Festzug maßgerecht und historisch exakt eingekleidet wurden.

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Vermischtes (1)

In der Rubrik “Vermischtes” gibt es in unregelmäßigen Abständen interessante Textschnippsel, Fotos oder ähnliches aus Treuenbrietzen zu sehen geben.

Den Anfang machen diese beiden Landkarten:

1837k

karte1758kEine Karte des Zauch-Belzigschen Kreises aus dem Jahr 1837 und eine Kartes des Ammtes Belzigk aus dem Jahr 1758.

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