Hügelgräber um Treuenbrietzen

Die über 2000 Jahre alten Hügelgräber aus der Bronzezeit gehören zu den wenigen konkret fassbaren Bodendenkmalen, die uns Aufschluss über die Lebensweise unserer Vorfahren und die Besiedlungsgeschichte unserer Region geben können. Es sind Begräbnisstätten ganzer Sippen, die seit dem Ende der Steinzeit in den fruchtbaren Flusstälern am Nordrande des heutigen Fläming sesshaft wurden. Je nach Reichtum und Ansehen der Verstorbenen sind die Hügelgräber von sehr unterschiedlicher Größe. Auch wenn klimatische Einflüsse und Eingriffe des Menschen durch Land- und Forstwirtschaft im Laufe der Jahrhunderte zu einer deutlichen Abflachung der Hügel und zu einer Einebnung des Geländes beigetragen haben, bleiben die Hügelgräber für das Auge des aufmerksamen Betrachters noch immer sichtbar.

Den Rest lesen »

Rede zum 60-jährigen Jubiläum des Heimatmuseums Treuenbrietzen

Verehrter Herr Bürgermeister,
hochverehrter Herr Professor Assing, werte Frau Assing,
werter Herr Dr. Partenheimer,
sehr verehrte Stadtverordnete, liebe Kollegen, werte Gäste,

das Treuenbrietzener Heimatmuseum begeht seinen 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass möchte ich, wie es bei runden Jubiläen üblich ist, eine Rückschau auf die Anfänge des Museums und die Arbeit des Hauses geben.

Den Rest lesen »

60 Jahre Heimatmuseum Treuenbrietzen

Auf einer gemeinsamen Festveranstaltung der Stadtverwaltung und des Heimatvereins wurde an den 60. Jahrestag der Gründung des Heimatmuseums erinnert. Das Interesse war groß, der Rundraum in der zweiten Etage des Museums reichte kaum aus, um alle Gäste aufnehmen zu können. Zusätzliche Stühle mussten eiligst aus Reuters benachbartem Restaurant herbeigeschafft werden.

Bürgermeister Karsten Cornelius eröffnete die Veranstaltung, Künstler der Musikschule „Engelbert Humperdingk“ aus Belzig umrahmten sie mit klassischer Musik. Museumsleiter und Heimatvereinsvorsitzender Wolfgang Ucksche ging in seinem Beitrag auf die Vorgeschichte des Heimatmuseums ein. Er erinnerte daran, dass nach dem Willen der Stadtoberen die Ruine der mittelalterlichen Heilig-Geist-Kapelle, auf der sich heute das Heimatmuseum als ein Wahrzeichen Treuenbrietzens erhebt, schon im vorigen Jahrhundert abgetragen werden sollte, um einen „Schandfleck“ im Stadtbild zu beseitigen. Traditionsbewusste Kräfte konnten damals den Abriss verhindern…

Den Rest lesen »

Wasserversorgung der Dörfer auf dem Hohen Fläming

Für die auf dem Hohen Fläming gelegenen Ortschaften war bisher die Wasserversorgung höchst beschwerlich. Sie waren auf wenige Brunnen und auf die Teiche im Dorfe angewiesen. In heißen, in regenarmen Sommern war das Wasser der Teiche sehr bald zu Ende und es begann dann eine schwere Zeit für die Bewohner, da sie genötigt waren, das Wasser für Mensch und Vieh aus Bächen heraus zu fahren, die zum Teil bis zu einer Meile ab vom Dorfe entfernt sind. Aus den vorhandenen Gemeindebrunnen wurde das Wasser jedem Bewohner von der Gemeinde zugemessen und dann der Brunnen für den betreffenden Tag verschlossen, damit nicht jemand selbst mehr Wasser entnehmen konnte, als ihm nach dem Beschlusse der Gemeinde zustand. In einigen Gemeinden hatten mehrere Besitzer gemeinsam einen Rohrbrunnen. Die Brunnen hatten eine Tiefe bis zu 65 m. Infolge dieser bedeutenden Tiefe war das Pumpen sehr schwer, es waren dazu 2 bis 3 Mann erforderlich. Der allgemeine Arbeitermangel wurde durch diesen Notstand noch verschlimmert, da die Dienstboten das schwere Pumpen nicht verrichten wollten und sich nur schwer entschlossen, gegen höheren Lohn in ein Dienstverhältnis bei einem Bauern in einem Dorfe ohne Wasserleitung zu treten. Der Wassermangel hatte also einen schädlichen Einfluß auf die Wirtschaft, da er vor allem die Viehhaltung behinderte, er war aber auch geeignet, die Gesundheit der Leute aufs schwerste zu schädigen, da das vorhandene Wasser gesundheitlich sehr bedenklich war, und ferner die Feuersicherheit sehr zu gefährden.

Den Rest lesen »

Die Flämingsrommeln – K. Reichhelm

Der Ausdruck „Rommel“ ist ein dem mittleren Fläminggebiet eigentümlicher. Man leitet ihn aus dem Niederdeutschen ab. Der Ausdruck rummeln, rommeln bedeutet lärmen, Getöse machen, sich mit Gepolter bewegen, poltern. Der Ausdruck „das Wasser rommelt“ ist übrigens heut noch in verschiedenen Fämingsgegenden gebräuchlich. Von der Tätigkeit aus mag nun wohl die Bedeutung des Wortes auf den Ursprungsort des Lärmens übergegangen sein, ein Vorgang übrigens, der sich bei einer ganzen Reihe von Wörtern nachweisen läßt. Die Rommeln stellen sich als tiefeingeschnittene Trockentäler dar. Ihre Entstehung wird auf die Schmelzwässer der Eiszeit zurück geführt, die aus großen Höhen in Eisspalten hinab stürzten und den Boden wegschwemmten. Der Fläming war die vorgeschobenste Fläche der norddeutschen Tiefebene, bis zu der das Inlandeis vordrang und die wahrscheinlich längere Zeit vom Eis bedeckt blieb, als ihre nähere und entferntere Umgebung. Das von Norden vordringende Eis fand in der Landmasse des Flämings ein starkes Hindernis, dies bewirkte zunächst eine Stauung und Zusammenschiebung der im Wege liegenden Schichten, womit wahrscheinlich die sonst befremdliche Erscheinung zusammenhängt, dass der Nordabhang des Fläming steiler ist als der Südabhang. In zweiter Linie aber ergab sich hieraus eine höhere Schichtung des Eises und daraus wieder eine längere Eisbedeckung während des nachfolgenden Abschmelzungsvorgangs.

Den Rest lesen »

Versöhnung über den Gräbern

Im „Heldenhain“ ist Bewegung. Organisiert vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben sich 30 Teilnehmer des 7. Internationalen Jugendlagers daran gemacht, die Anlage in einen würdigen Zustand zu versetzen. Es wird gesichelt und Unkraut gejätet. Die Gedenkplatten für die im Ersten Weltkrieg getöteten Treuenbrietzener Soldaten werden gesäubert, konserviert und neu befestigt. Im Rahmen der Möglichkeiten versucht man, die verblichenen Schriftzüge mit den Namen der Toten wieder sichtbar zu machen. Der Flandrische Löwe im Mittelpunkt der Anlage erscheint nach der Reinigung in alter schlichter Schönheit. Auch die im vorderen Teil der Gedenkstätte gelegenen Grabstätten für die sowjetischen Soldaten, die in den letzten Schlachten des Zweiten Weltkrieges im Raum Treuenbrietzen ihr Leben ließen, werden von der Fürsorge nicht ausgeschlossen und liebevoll gepflegt. Den Rest lesen »

Bayern und Preussen

Gemeinsam mit Heimatfreunden aus Schlalach und Beelitz sind Mitglieder des Heimatvereins Treuenbrietzen am 15.Mai 1999 in die Bundeshauptstadt Berlin gefahren, um sich dort in der Bayerischen Landesvertretung auf geschichtliche Spurensuche zu begeben. „Bayern und Preußen – Schlaglichter auf eine historische Beziehung“, unter diesem Motto hatten die Veranstalter wertvolle Exponate aus verschiedenen Museen Europas zusammengetragen. Die Ausstellung wollte um Verständnis werben, daß das Verhältnis zwischen Bayern und Preußen trotz aller Unterschiede in Mentalität und Lebensart, in religiösem Bekenntnis und politischer Orientierung nicht nur durch Hauen und Stechen charakterisiert war. Den Rest lesen »

Maibaum und Pfingstvogel

Schon seit heidnischen Zeiten und später auch im Leben der christlichen Kirche sind der Monat Mai und sein Baum, die Birke, auf das Engste miteinander verbunden. Junge Birken und Birkenzweige, auch Maien genannt, wurden aus den Wäldern geholt und vor den Häusern und Kirchen aufgestellt. Sie waren Ausdruck der Freude des Menschen über das Wiedererwachen der Natur und sollten der Fruchtbarkeit in Feld und Flur, in Haus und Stall neues Leben einhauchen. Deshalb stellte zu Pfingsten auch mancher Jüngling ein frisches grünendes Birkenstämmchen vor die Haustür seiner Angebeteten. Zugleich sollte die Maie die Götter mild stimmen, das Haus vor Ungemach wie Blitzschlag und Krankheit schützen sowie Zauber und Ungeziefer vertreiben.

Den Rest lesen »

Der 23. April – Meine Sicht

Am 23.April legten der Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen, Herr Cornelius, und der Vorsitzende des Heimatvereins, Herr Ucksche, Kränze am Denkmal auf dem Trift-Friedhof und an den Gräbern in der Goethestraße nieder.
Anwesend waren etwa 20 Bürger aus Treuenbrietzen, darunter viele Mitglieder des Heimatvereins. Sie gedachten der tragischen Ereignisse, die sich vor 54 Jahren in unserer Stadt zugetragen hatten.
Der 23. April 1945 hat tiefe Spuren in der jüngsten Geschichte Treuenbrietzens hinterlassen.

Den Rest lesen »

Bodendenkmäler

Zu den Aufgaben des Heimatvereins gehört es, sich um jene stummen Zeugen der Vergangenheit zu kümmern, die vielleicht noch Antwort geben können auf die Frage, wo unsere Vorfahren herkommen und wie sie lebten: die Bodendenkmale. Sie berichten über Zeiten, aus denen meist keine schriftlichen Dokumente vorhanden sind.

Am 15. März 1999 war es wieder soweit: Vereinsvorsitzender Wolfgang Ucksche und das erste Ehrenmitglied unseres Heimatvereins, der Bodendenkmalpfleger des Brandenburgischen Landesmuseums für Ur- und Frühgeschichte, Horst Behnke, machten sich auf, um den Zustand der Bodendenkmale in unserem Amtsbezirk in Augenschein zu nehmen.

Den Rest lesen »

Seite 9 von 10« Erste...678910