Im „Heldenhain“ ist Bewegung. Organisiert vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben sich 30 Teilnehmer des 7. Internationalen Jugendlagers daran gemacht, die Anlage in einen würdigen Zustand zu versetzen. Es wird gesichelt und Unkraut gejätet. Die Gedenkplatten für die im Ersten Weltkrieg getöteten Treuenbrietzener Soldaten werden gesäubert, konserviert und neu befestigt. Im Rahmen der Möglichkeiten versucht man, die verblichenen Schriftzüge mit den Namen der Toten wieder sichtbar zu machen. Der Flandrische Löwe im Mittelpunkt der Anlage erscheint nach der Reinigung in alter schlichter Schönheit. Auch die im vorderen Teil der Gedenkstätte gelegenen Grabstätten für die sowjetischen Soldaten, die in den letzten Schlachten des Zweiten Weltkrieges im Raum Treuenbrietzen ihr Leben ließen, werden von der Fürsorge nicht ausgeschlossen und liebevoll gepflegt. Den Rest lesen »
Gemeinsam mit Heimatfreunden aus Schlalach und Beelitz sind Mitglieder des Heimatvereins Treuenbrietzen am 15.Mai 1999 in die Bundeshauptstadt Berlin gefahren, um sich dort in der Bayerischen Landesvertretung auf geschichtliche Spurensuche zu begeben. „Bayern und Preußen – Schlaglichter auf eine historische Beziehung“, unter diesem Motto hatten die Veranstalter wertvolle Exponate aus verschiedenen Museen Europas zusammengetragen. Die Ausstellung wollte um Verständnis werben, daß das Verhältnis zwischen Bayern und Preußen trotz aller Unterschiede in Mentalität und Lebensart, in religiösem Bekenntnis und politischer Orientierung nicht nur durch Hauen und Stechen charakterisiert war. Den Rest lesen »
Schon seit heidnischen Zeiten und später auch im Leben der christlichen Kirche sind der Monat Mai und sein Baum, die Birke, auf das Engste miteinander verbunden. Junge Birken und Birkenzweige, auch Maien genannt, wurden aus den Wäldern geholt und vor den Häusern und Kirchen aufgestellt. Sie waren Ausdruck der Freude des Menschen über das Wiedererwachen der Natur und sollten der Fruchtbarkeit in Feld und Flur, in Haus und Stall neues Leben einhauchen. Deshalb stellte zu Pfingsten auch mancher Jüngling ein frisches grünendes Birkenstämmchen vor die Haustür seiner Angebeteten. Zugleich sollte die Maie die Götter mild stimmen, das Haus vor Ungemach wie Blitzschlag und Krankheit schützen sowie Zauber und Ungeziefer vertreiben.
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Am 23.April legten der Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen, Herr Cornelius, und der Vorsitzende des Heimatvereins, Herr Ucksche, Kränze am Denkmal auf dem Trift-Friedhof und an den Gräbern in der Goethestraße nieder.
Anwesend waren etwa 20 Bürger aus Treuenbrietzen, darunter viele Mitglieder des Heimatvereins. Sie gedachten der tragischen Ereignisse, die sich vor 54 Jahren in unserer Stadt zugetragen hatten.
Der 23. April 1945 hat tiefe Spuren in der jüngsten Geschichte Treuenbrietzens hinterlassen.
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Zu den Aufgaben des Heimatvereins gehört es, sich um jene stummen Zeugen der Vergangenheit zu kümmern, die vielleicht noch Antwort geben können auf die Frage, wo unsere Vorfahren herkommen und wie sie lebten: die Bodendenkmale. Sie berichten über Zeiten, aus denen meist keine schriftlichen Dokumente vorhanden sind.
Am 15. März 1999 war es wieder soweit: Vereinsvorsitzender Wolfgang Ucksche und das erste Ehrenmitglied unseres Heimatvereins, der Bodendenkmalpfleger des Brandenburgischen Landesmuseums für Ur- und Frühgeschichte, Horst Behnke, machten sich auf, um den Zustand der Bodendenkmale in unserem Amtsbezirk in Augenschein zu nehmen.
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Windmühlen prägten jahrhundertelang bis in die 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts die Landschaft des Fläming. Allerorten waren sie neben den Kirchtürmen der Dörfer markante Fixpunkte in der Landschaft. Eine von ihnen war
die Lobbeser Windmühle
Ihre Gründung liegt im Jahre 1719. In jenem Jahr erwarb die Familie Rückert eine Parzelle von der hiesigen Kirche. Der Grund und Boden konnte gegen ein Angeld von 5 Gulden meißnischer Währung und einem jährlichen Zins von 1 Gulden und 3 Silbergroschen übernommen werden. Hier erbaute sich der junge Müller eine Windmühle. Für die Nutzung der Parzelle zu Gewerbezwecken wurde eine Abgabe von 12 Scheffel Roggen jährlich festgesetzt. Damit begann die Windmüllerei Rückert, die über Generationen zur Familientradition wurde.
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Der Antrag des Autohauses FELLER, den Ratshof zu erwerben, um dort eine Autowerkstatt zu errichten, stellt die Stadtverordneten nicht zum ersten Male in der Geschichte unserer Stadt vor eine wichtige Entscheidung: Wie soll das Gelände am Wasserturm,das der Stadt gegenwärtig als Park- und Lagermöglichkeit dient, in Zukunft genutzt werden?
In Pischons Chronik ist überliefert, daß dieses „Filetstück“ seit Jahrhunderten der Stadt gehört: Jobst von Mähren stellte 1409 das Voigthaus unter Bürgerrecht und überließ es der Stadt. Aus diesem Hause und den angrenzenden Parzellen entstand dann später der Ratshof zwischen Vogelgesang- und Großstraße.
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Zusammenkunft des Heimatvereins am 29.April 1999. Es geht gerade um die Vorbereitung unseres Besuches der Ausstellung „Bayern und Preußen“ in Berlin. Da dringen knarrende Geräusche von der Eingangstür des Heimatmuseums herauf, abends gegen 20 Uhr. Herr Lindemann faßt sich ein Herz und geht dem „Eindringling“ auf der hölzernen Wendeltreppe entgegen.
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