02.02.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum,Jahreshauptversammlung
01.03.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
05.04.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
03.05.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
07.06.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
Juli – August Sommerpause
02.08.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
06.09.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
04.10.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
01.11.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum
06.12.2012, 19.30 Uhr im Heimatmuseum, Weihnachtsfeier
(aus Zauche- und Fläming-Heimat Jg. 35)
In Preußen nahm die Seidenraupenzucht durch Friedrich den Großen einen bedeutenden Aufschwung. Damals wurde der kostbare Stoff auch von Männern getragen, und viel Geld ging dafür ins Ausland. Der König befahl das Anpflanzen von Maulbeerbäumen im ganzen Land und erteilte Privilegien auf Begründung großer Maulbeerplantagen. Die Terrasse im Schlosse zu Sanssouci war mit Maulbeerbäumen bepflanzt. Er teilte Belohnungen an diejenigen aus, die viel und gute Seide gewannen. Neben baren Geldunterstützungen schützten die verschiedensten Verordnungen auch die Seidenindustrie, der König stand immer als treibender Faktor dahinter. Die preußische Seidenindustrie war gegen Ende des 18. Jahrhunderts die bedeutendste in Deutschland geworden. Während im Jahre vor seinem Regierungsantritt nur 4000 Pfund Seide verarbeitet wurden, waren es 1785, also ein Jahr vor seinem Tode, bereits 14000 Pfund im Wert von 60-70000 Talern, die hauptsächlich in der Mark und den benachbarten Provinzen gewonnen wurden. Nach des Königs Tode aber verfiel der ganze stolze Bau, und nichts ist in der Mark davon übrig geblieben als einige verkümmerte Maulbeerplantagen.
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Clausdorf
Clausdorf wurde in derselben Gegend, in welcher das alte Clausdorf im 14. Jahrhundert gelegen hat, als ein zu dem Amte Zinn angehöriges Colonistendorf in den Jahren 1748 bis 1752 aufgebaut. Die Erbzinsverschreibung datiert vom 23. August 1752. Jeder der 10 Kolonisten: Johann Jakob Pfeifer, Johann Adam Helgenberger, Johann Martin Kolbe, Johann Davis Wassen, Andreas Jakob Brummer, Johann Michel Greter, Leonhardt Benert, Johann Otto Stephan, Christian Wolf und Anna Katharine Witwe Prinz erhielten von der alten Feldmark Clausdorf 102 Morgen Acker, 14 Morgen 18 Quadrat-Ruten Wiese und 2 Morgen zur Hofstelle und zum Hausgarten. Die nötigen Häuser, Scheunen und Ställe wurden ihnen auf königliche Kosten aufgebaut. Jeder Kolonist bekam 3 Ochsen, 2 Kühe, 20 Schafe, 3 Taler zu einer Zuchtsau, 10 Taler zu einem Wagen und Pfluge und die einmalige Aussaat an Winter- und Sommergetreide für das ihm zugewiesene Land unentgeltlich. Der Besitz an Land, Gebäuden und Inventar wurde den Kolonisten erb- und eigentümlich verschrieben. Von allen Landesabgaben ”sie haben Namen wie sie wollen, sie seien erdacht oder sollen noch erdacht werden”, wurden sie von und an und zu ”ewigen Zeiten” befreit. Nur übernahm jeder Kolonist die Verpflichtung, jährlich an das Amt Zinna vom 1. Juni 1750 ab zu Martini 14 Taler 8 Groschen 11 Pfennige Erbzins und an die Pfarre zu Treuenbrietzen 2 Scheffel 5/8 Metze Roggen Berliner Maß (Meßkorn) zu entrichten. Das Schulzenamt, dem eine Dienstwiese von 4 Morgen zinsfrei überwiesen wurde, erhielt Johann Jakob Pfeifer. Auch wurde die Schulstelle mit 15 Morgen Acker, 3 Morgen Wiesenwuchs, freier Amtswohnung und Hausgarten dotiert. Sämtliche Einwohner des Dorfes erhielten das Recht, sich Raff-, Lager- und Leseholz in der sogenannten Kirchenheide zu sammeln, aber nur zu ihrer Feuerung, nicht zum Verkauf, auch das Bauholz sollte ihnen nach besonderen Anschlägen der vorgesetzten Behörde aus dieser Forst unentgeltlich angewiesen werden. Reiche die Dorfheide hierzu nicht aus, so sollten die Königlichen Forsten ihnen sowohl Brenn- als Bauholz zu ermäßigten Preisen liefern. Bier und Branntwein sollten die Kolonisten aus dem Amte Zinna nehmen und ihr Korn nur auf den Amtsmühlen mahlen lassen. Von jeder gewaltsamen Werbung zum Militärdienst sollten sie mit ihren Kindern und Nachkommen für alle Zeiten befreit sein.
(aus Pischon, Chronik von Treuenbrietzen)
(aus Zauche- und Fläming-Heimat Jg. 35)
Die Bevölkerung war zu damaliger Zeit auf den Wohnraum angewiesen, der von der Stadtmauer umgrenzt wurde. Vor den Toren der Stadt waren nur die Mühlen, die Ziegelei, das Hospital und das Armenhaus vorhanden. Das wirtschaftliche Leben der Stadt wurde beeinflusst durch das Vorherrschen des Tuchmacher-Gewerbes und durch die unverhältnismäßig starke Garnison. Während die Zivilbevölkerung nur die Zahl 2400 erreichte, betrug die Kopfzahl der Garnison mit Einschluss der Soldatenfrauen und Kinder fast 1400, also über 1/3 der Gesamtbevölkerung. Dadurch entstand eine Wohnungsnot in unserer Stadt, die den König veranlasste, Bauhilfsgelder für Neubauten auszuwerfen. Sie betrugen am Anfang 15 % (bei massiven Gebäuden), später 25 % und unter seinem Nachfolger sogar 30 %. Aber der Erfolg blieb aus. So wurden z. B. In den Jahren um 1783-89 nur zwei Häuser mit Hilfe mit Bauhilfsgeldern errichtet.
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(aus Zauche Fläming-Heimat Nr. 1/35)
Friedrich der Große und Treuenbrietzen
Wir wissen, dass die unermüdliche Tätigkeit des großen Königs auch in unserer Heimatstadt sich auswirkte. Sie zeigte sich in der Beseitigung der Wohnungsnot, in Dorfgründungen, in der Förderung der Seidenraupenzucht und in der Hebung des Hopfenbaues. Das alles habe ich nachgewiesen in einer der ersten Nummern des Streiter (damals Tageblatt) und zwar im Jahre 1932 in der Arbeit „Friedrich der Große und Treuenbrietzen“. Auch in zwei anderen Arbeiten im Tageblatt vom Jahre 1932 habe ich ähnliche Stoffe behandelt: „Christoph Retz erhält vom König im Kietz zwei Häuser geschenkt.1782“, ferner „Schwierigkeiten beim Hausbau 1783“. Ich erinnere auch an meine Veröffentlichung vom Jahre 1933 „Niebelhorst, eine Gründung Friedrich des Großen“ und „Soldatenschicksal“(1934). „Siedler zur Zeit des Alten Fritz“. „Treuenbrietzener Bürger huldigen Friedrich den Großen“. Die folgenden Artikel sind teilweise Ergänzungen der früheren Arbeiten. Sollte aus dem Leserkreise der Wunsch laut werden, die genannten Arbeiten noch mal zum Abdruck zu bringen, so sind wir gern bereit, eine Wiederholung der betreffenden Arbeiten zu bringen.
Der alte Fritz in Treuenbrietzen Den Rest lesen »
Am 20./21. August feierten die Bewohner der Siedlung Frohnsdorf ihr 75jähriges Bestehen. Viel hat sich seither verändert. An den meisten Grundstücken wurden Um- und Ausbauten vorgenommen, Gehwege und Straßen wurden gebaut sowie Abwasserkanäle und Gasleitungen verlegt.
In seiner Kurzchronik gibt uns Ernst-Peter Rabenhorst einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Siedlung Frohnsdorf. Den Rest lesen »
Anlässlich Christi Himmelfahrt unternahmen die Mitglieder des Heimatvereins ihre traditionelle Fahrt in die Umgebung von Treuenbrietzen. Das Reiseziel war der Bischofstein bei Rietz und der „Krähenborn“ zwischen Zeuden und Niemegk. Da das Waldgebiet wegen der Schädlingsbekämpfung gesperrt war, mussten wir auf ein anderes Ziel ausweichen. Die Reise ging daraufhin über Rietz nach Niemegk und zurück.
Zwischen dem Gemeindehaus und der Kirche in Rietz wurde ein neuer Rastplatz angelegt.
Hier kann man nicht nur gut sitzen sondern sich auch gut anhand der angebrachten Wanderkarten und entsprechenden Informationsmaterialien orientieren. Einen weiteren, sehr originell angelegten Rastplatz konnten wir hinter Neu Rietz in Richtung Niemegk in Augenschein nehmen. Zu einem Halbkreis aufgerichtete Feldsteine bieten überraschend gute Sitzmöglichkeiten. Auf Initiative des Ortsbeirates sind insgesamt drei Rastplätze in Rietz eingerichtet worden. Eine sehr löbliche Aktion wie unsere Vereinsmitglieder feststellten.
In Niemegk angekommen wurde ein Mittagsimbiss eingenommen, um so gestärkt die Heimreise anzutreten. Auf dem neuen Fahrradweg an der B 102 fuhren wir nach Haseloff.
Im Gasthaus am Wachtelberg wurde noch eine „Bierprobe“ genommen und für gut befunden.
Über Rietz ging es zurück nach Treuenbrietzen wo wir bei unserem Vereinsfreund Jürgen Küster unseren Grillnachmittag durchführen konnten. Bei reichlich Speise und Trank konnten wir den erlebnisreichen Tag ausklingen lassen.
Ein herzliches Dankeschön sagen wir hiermit unserem Vereinsfreund Jürgen und seiner Frau für die gute Vorbereitung und die Gastfreundschaft, die wir erleben konnten.
Wolfgang Ucksche

Siegmund Bölke erinnert sich.
Der MTV 1861 Treuenbrietzen beging unlängst sein 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden mehrere Zeitzeugen befragt, unter ihnen der langjährige Vorsitzende des Vereins, Siegmund Bölke, Jahrgang 1936. Er übte dieses Amt von 1980 bis 2005 aus. Nachfolgend beantwortet er einige Fragen zur Geschichte und Gegenwart des Sports in Treuenbrietzen, speziell zum MTV 1861 Treuenbrietzen, und zu seiner eigenen sportlichen Entwicklung. Das Interview führte Rüdiger Lehmann, Autor einer kürzlich erschienenen Broschüre zur 150-jährigen Geschichte des MTV Treuenbrietzen 1861.
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Zusammengetragen von Ernst- Peter Rabenhorst
Wem nutzt das Turnen?
In Preußen wird 1860 das obligatorische Knabenturnen eingeführt. Auch in Treuenbrietzen spricht man 1860 erstmals über die Möglichkeit, eine Turnanstalt an der Schule zu errichten. Dazu wirft der „Gesellige Verein“ in seiner Sitzung am 30.April 1860 vier Fragen auf:
- Welche Vorteile gewährt ein regelmäßiger Turnunterricht der Jugend?
- Was nutzt es dem Manne, wenn er die Turnübungen fortsetzt?
- Welchen Vorteil hat die Stadt, wenn sie den Turnunterricht in allen Schulen und Vereinen befördert?
- Welcher Platz eignet sich am besten zu einem guten Turnplatz?
Gründung des MTV
1861 konstituiert sich in Treuenbrietzen ein Ausschuss, der die Gründung eines Turnvereins vorbereiten sollte. Ihm gehören an: Bürgermeister ROSENTHAL, Färbereibesitzer KOREUBER, Kaufmann A. JAENICKE, Buchbindereibesitzer HANNEBOHN, Maurermeister RÜGER, der Küster und Lehrer KÜHN, Kreisgerichtssekretär TONSOR, Seifenfabrikant K. MÜLLER, Buchhändler F. KÖHLER sowie Fabrikbesitzer J. LEHMANN. Die Leitung des Ausschusses liegt in den Händen des Turnlehrers KÜHN. Die Gründung des Männerturnvereins (MTV 1861) erfolgt am 30.Juni 1861.
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Zusammengetragen von Ernst- Peter Rabenhorst
Vor 65 Jahren, am 1.April 1946, wurde in Treuenbrietzen die Volksbuchhandlung gegründet. Aus diesem Anlass luden Regina SCHIKOWSKI und Klaus MEISSNER, die in den letzten Jahrzehnten den Buchverkauf in Treuenbrietzen in ihre Hände genommen hatten, zu einem kleinen Umtrunk. Aber die Geschichte der Treuenbrietzener Buchhandlungen reicht weiter zurück. Meist waren es Druckereien oder Papierhandlungen, die nebenbei noch einen Bücherverkauf betrieben. An diese mehr oder weniger kleinen Buchläden soll hier erinnert werden.
PFINGSTEN – die älteste Buchhandlung
In einer Zeitungsannonce aus dem Jahre 1924 weist die Buchbinderei und Buchdruckerei PFINGSTEN darauf hin, dass es sich bei ihr um die älteste Buchhandlung in Treuenbrietzen handle. Sie verfüge noch immer über ein großes Lager an Büchern aller Art. (Streiter,27.11.1940) Den Rest lesen »
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