30-jahre-heimatverein-treuenbrietzen

 
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Historisches allgemein


Das Lied der Deutschen

In der letzten Strophe des volkstümlichen „Liedes der Deutschen“ wurde von dessen Dichter Heinrich August Hoffmann von Fallersleben , Einigkeit und Recht und Freiheit als des Glückes Unterpfand beschworen. Dieses Lied erhob Reichspräsident Friedrich Ebert vor hundert Jahren am 11. August 1922 zur Nationalhymne. Der Präsident griff auf ein Lied zurück, das aus dem Volke kam und nicht dem Volke verordnet werden musste. Auf diese Weise verhielt er sich sehr demokratisch. Außerdem sangen längst auch Sozialdemokraten dieses Lied der Deutschen, um zu bekunden, keine vaterlandslosen Gesellen, sondern eine nationale Kraft zu sein, die fest im Volk verankert ist.

 

„Pariser Bluthochzeit“

Ein Morden auf allen Straßen. Die Bartholomäusnacht am 24. Oktober 1572 markiert einen Höhepunkt im französischen Religionskrieg zwischen Katholiken und Calvinisten, auch Hugenotten genannt. Vom Glockenturm einer Kirche nahe des Louvre-Palastes ertönte um 3 Uhr morgens ein gewaltiges Läuten. Doch es rief nicht die frommen zum Gottesdienst an diesem 24. August 1572. Vielmehr begann in Paris ein kaltblütig geplanter Massenmord, der seinesgleichen in der Geschichte sucht – die Bartholomäusnacht, benannt nach dem Apostel Bartholomäus. Die verantwortlichen für diese Massaker standen an der Spitze des französischen Staates. Katharina de Medici, die das Land provisorisch regierte, gab den Anstoß zur Hugenottenverfolgung. Am Abend des 24. August lagen etwa 3000 Hugenotten, vom Kleinkind bis zum Greis, in ihrem Blut.

 

Erste Polnische Teilung 1772

Russland, Österreich und Preußen annektierten nach dem Vertrag von Sankt Petersburg 1772 Teile des polnischen Staates. Der vorläufige Teilungsvertrag zwischen Russland und Preußen wurde am 17. Februar 1772 in Petersburg unterzeichnet. Endgültig einigte man sich an gleicher Stelle mit Österreich im Pakt vom 5. August. Das hinderte alle Beteiligten aber nicht daran, bis 1794 in zwei weiteren Teilungen den Staat Polen für mehr als hundert Jahre  von der Landkarte zu streichen.

 

Aufbau der NVA

Der Parteikongress der SED beschließt am 10. Juli 1952 den Aufbau der Nationalen Volksarmee (NVA). Solange die Bundesrepublik keine Armee aufstellt, soll statt dieser offiziellen DDR- Streitkraft jedoch zuerst die Kasernierte Volkspolizei zur 100.000-Mann-Truppe ausgebaut werden.

 

W. Ucksche

 


 

Der Nürnberger Kodex

1947, vor 75 Jahren wurde von den Alliierten der Nürnberger Kodex beschlossen. Anlass für den Nürnberger Kodex waren die während der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der medizinischen Forschung begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, insbesondere der verbrecherischen medizinischen Experimente. Er besagt, dass bei medizinischen Versuchen an Menschen die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich ist. Die betreffende Person muss unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andre Form der Überredung oder des Zwangs, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch machen Können.

 

W. Ucksche


 

30 Jahre AG Historische Stadtkerne

Am 22. Mai 1992 wurde die Arbeitsgemeinschaft mit Anfangs 20 Städten gegründet. Heute gehören der AG 31 Städte mit historischen Stadtkernen an. 30 erfolgreiche Jahre der Stadterneuerung und der interkommunalen Zusammenarbeit liegen hinter uns – unterstützt von der Städtebauförderung des Bundes, des Landes Brandenburg und der Kommunen. Die Kietzstraße in Treuenbrietzen ist die letzte Straße im Ort, die im Zuge der Sanierung noch in diesem Jahr fertig gestellt wird.

 

W. Ucksche

 

Heinrich Schliemann
Vor 200 Jahren, am 6. Januar 1822 wurde Heinrich Schliemann in Neubukow in Mecklenburg geboren. Schliemann – bekannt als „Vater der deutschen Archäologie“- gilt als Entdecker von Troja. Seine Grabungsmethoden werden heute etwas kritischer bewertet. Schliemann widmete sich erst mit Anfang 40 der Archäologie. Davor führten ihn seine Unternehmungen unter anderem nach St. Petersburg, Kalifornien, Indien, Japan und China.

 

W. Ucksche

 

„Aktion Ungeziefer“
Durch die Gründung der DDR und der BRD entstand 1949 die innerdeutsche Grenze. Vor 70 Jahren, Ende Mai 1952 fanden in der DDR an der nun abgeriegelten innerdeutschen Grenze ausgiebige Vertreibungen statt. Über die selbige ergoss sich in der Folgezeit ein endloser Strom von Übersiedlern in Richtung Westen. Bis Ende 1951 lag deren Zahl bei knapp 500.000. Um diese Abstimmung mit den Füßen zu stoppen, verschärfte die DDR, auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht, ihr Grenzregime Schritt für Schritt. Die Aussiedlung geschah reichlich willkürlich. Neben ehemaligen NSDAP- Mitgliedern und Offizieren der Wehrmacht sowie Oppositionellen mussten auch Bürger mit Westverwandtschaft, Kirchgänger, „Bibelforscher“, „RIAS-Hörer“, „Asoziale“ sowie Gewerbetreibende und Einzelbauern die Sperrzone und damit ihre Heimat für immer verlassen. Die Vertreibung erfolgte am 5. und 6. Juni1952 durch Kommandos der Staatssicherheit und der Volkspolizei. Vielfach blieben den Leidtragenden nur ganze zwei Stunden, um ihre bewegliche Habe zu packen. Es gab keinerlei Entschädigungen für das zurückgelassene Eigentum. Der Name „Aktion Ungeziefer“ ging wohl aus der zynischen Wortwahl des thüringischen Innenministers Willy Gebhardt hervor, welcher am 9. Juni 1952 stolz die erfolgreiche „Beseitigung des Ungeziefers“ entlang der Grenze meldete.

 

W. Ucksche


II. Weltkrieg

Vor 80 Jahren, am 29. März 1942 greifen Britische Bomber in Lübeck erstmals Innenstädte an, um möglichst viele Zivilisten und Kulturgut zu vernichten. Die Area Bombing Directive Nr. 5 von Arthur Harris zerstört die historischen Viertel der alten Hansestadt, Hunderte Menschen sterben.

 

Falklandkrieg

Vor 40 Jahren, am 02. April 1982 landeten ohne vorherige Kriegserklärung, mit Unterstützung der Flotte und der Luftstreitkräfte, Einheiten der argentinischen Armee auf der Hauptinsel der Falklandgruppe. Am 04. April 1982 erklärte Argentinien die nunmehr „Malwinen“ genannten Falklands zu seiner 24. Provinz und Spanisch zur neuen Landessprache. Das britische Atom U-Boot „Conqueror“ torpedierte am 02. Mai 1982 den argentinischen Kreuzer „General Belgrano“ wobei hunderte Seeleute umkamen und der bewaffnete Konflikt nunmehr zum Krieg eskalierte. Nach heftigen Beschießungen und Bombardierungen und dem Absetzen britischer Kommandotruppen, kapitulierten die Argentinischen Truppen auf den Falklands am 15. Juni 1982.


11. März 1822: Mit dem „Edikt betreffend die Bürgerlichen Verhältnisse der Juden in dem Preußischen Staate“ von König Friedrich Wilhelm III. wurden Juden rechtlich gleichgestellte preußische Staatsbürger mit weitgehender Niederlassungs-, Handels- und Gewerbefreiheit.

 

19. März 1452: König Friedrich III. wird in Rom von Papst Nicolaus V. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt. Der Habsburger erfährt damit die vorletzte Kaiserkrönung des Papstes (Kaiser Karl V. folgte 1530), aber es ist die letzte Zeremonie in Rom.


Bevölkerungsentwicklung

 

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte am 8. Januar 1952 mit, dass knapp 20 Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik, also 9,6 Millionen Menschen, Vertriebene aus den Ostprovinzen des Deutschen Reiches und Ostmitteleuropa sind.


 

Bauernregeln

 

Orientierte man sich im Jahreslauf anhand der allseits bekannten Regeln, um dem Wettereinfluss auf Saat und Ernte zu begegnen, bieten heutzutage Messinstrumente und Berechnungen die zuverlässige Vorschau. Anhand der langjährig eingetretenen Ereignisse lässt sich einschätzen, dass bekannte Regeln wie z. B. zum Siebenschläfertag bis zu 60 % sicher eintreffen. Welche Beobachterleistung!

Für die kleine Freude am Beobachten hier drei Regeln für Februar und März.

 

Felix und Petrus (21. und 22. Februar) zeigen an, was wir 40 Tage für ein Wetter haben.

 

Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, kannst du getrost den Samen streuen.

 

Ein grüner März erfreut kein Bauernherz.

 

Kerstin Franz

 


 

Die Teilung des Frankenreiches

Am 7. November des Jahres 921 wird auf einem Schiff in der Mitte des Rheins bei Bonn zwischen dem Ludolfinger Heinrich dem I. Und dem Karolinger Karl dem III. die Teilung des Frankenreiches endgültig besiegelt und damit auch die Unabhängigkeit des ostfränkischen Reiches anerkannt.

 

Geburt des Schriftstellers F. Dostojewski vor zweihundert Jahren

Der russische Autor Fjodor Dostojewski, der vor zweihundert Jahren, am 11. November 1821 in Moskau geboren wurde, zählt zu den größten Romanschriftstellern überhaupt. Wenige Autoren haben so tief Einblick in die menschliche Seele genommen wie Dostojewski.

Dostojewski

König in Preußen

Vor 320 Jahren wurde dass Königreich Preußen „geboren“. Mit Einverständnis Kaiser Leopold des I. krönte Kurfürst Friedrich der III. sich selbst am 18. Januar 1701, als Friedrich der I. in Königsberg zum König in Preußen.

 

W. Ucksche

 


 

vor 450 Jahren, kam es am 7. Oktober 1571 in der Meerenge von Lepanto im heutigen Griechenland, zur Seeschlacht gegen die Türken. Um den Ansturm der Osmanen auf das Christliche „Abendland“ zu verhindern, wurde am 20. Mai 1571 die christliche „Heilige Liga“ gegründet. Die Vorgeschichte dieser Schlacht ist in der türkischen Expansion nach Europa zu suchen. 1453, nach der Eroberung Konstantinopels, eroberten die Osmanen auch große Teile des Balkans.Nachdem der Oberbefehlshaber Ali Pascha fällt, erlahmt der Kampfwille der Osmanen. Nach etwa fünfeinhalb Stunden konnte die heilige Liga endgültig ihren Sieg feiern.

 

W. Ucksche


 

Mit dem Frieden von Nystad endete vor 300 Jahren der Nordische Krieg. Schweden hatte unter Gustav Adolf während des Dreißigjährigen Krieges eine Großmachtposition erobert. Dass Land war von eifersüchtigen Feinden umgeben, die ihm die Herrschaft über die Ostsee neideten. Überall lauerte ein potentieller Gegner: von Dänemark und den Welfen über Preußen und Polen bis Russland. So fand sich eine Allianz gegen den jungen, erst 18jährigen König Karl XII. Zusammen. Karl XII. Schlug im Handumdrehen die Dänen und die Russen und verbiss sich  dann in das Ringen gegen August den Starken, den er aus Polen vertrieb. In der Schlacht bei Poltawa, am 8. Juli 1709 wurde die Schwedische Armee geschlagen und musste kapitulieren. Schweden war nach der Schlacht von Poltawa in der Defensive. Die Russen eroberten das Baltikum sowie 1713 auch Finnland. Damit war die schwedische Großmachtposition im Norden an Russland übergegangen. Jetzt schalteten sich nicht bloß Dänemark und Sachsen-Polen wieder in den Krieg ein, auch Preußen und Hannoveraner warfen begehrliche Blicke auf die schwedischen Besitzungen in Deutschland. Karl XII. fiel  schließlich 1718 bei der Belagerung der norwegischen Grenzfestung Fredrickshall. Der Tod Karls machte aus dem Krieg, der kein Ende finden wollte, erst recht einen Schwedischen Erbfolgekrieg. Nach drei weiteren Kriegsjahren und diversen Streitigkeiten wurde Nordosteuropa neu sortiert. Es war Zeit zum Schluss zu kommen, zum Frieden von Nystad, der schließlich am 10. September 1721 unterzeichnet wurde.

 

W. Ucksche

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